Totale Sonnenfinsternis 

Posted by Stoni

 
Die totale Sonnenfinsternis kann man sicher als das spektakulärste astronomische Ereignis bezeichnen. Da die Sonne 400mal größer ist als der Mond, muss der Erdtrabant auf seiner elliptischen Bahn sehr nah an der Erde vorbei kommen, um den lebenswichtigen Licht- und Wärmespender vollständig zu verdecken.

Während der Mond auf seinem Weg um unseren Planeten wandert, zieht sein Schatten in einer langen, gekrümmten Bahn über die Erde. Bei der totalen Sonnenfinsternis, bei der die Mondscheibe dem Betrachter auf der Erde also so groß erscheint, dass sie die Sonnenscheibe ganz verdeckt, befindet sich ein Teil der Erdoberfläche im Kernschatten des Mondes. Der Teil der Erdoberfläche, der vom Kernschatten des Mondes überzogen wird, ist aber in Wirklichkeit relativ klein, so dass eine totale Sonnenfinsternis nur von einem begrenzten Gebiet der Erde aus sichtbar ist. Während der Mond um die Erde zieht und unser Planet sich um seine eigene Achse dreht, wandert der Kernschatten über die Erdoberfläche hinweg und erzeugt einen schmalen etwa bis zu 264 km breiten Streifen, auch Totalitätszone genannt, von dem aus die Sonnenfinsternis zu beobachten ist. Das Phänomen der totalen Sonnenfinsternis kommt allerdings nur selten vor, da der Mond meist nicht im dafür erforderlichen Winkel zur Erde steht.

Unmittelbar vor dem Eintreten dieses Ereignisses verdunkelt sich der Himmel und die Sterne werden sichtbar. Sobald die Sonne vom Mond völlig verdeckt ist, wird die sogenannte Sonnenkorona, bei der es sich um einen weiß schimmernden Strahlenkranz handelt, sichtbar. Dieser ist im weitesten Sinne für die Sonne das, was für die Erde die Atmosphäre darstellt und besteht aus extrem heißen aber stark verdünnten Gasen, die von der Sonne abgestrahlt werden. Die Korona besitzt eine beachtliche Ausdehnung, wird aber im Normalfall immer von der Helligkeit der Sonne überstrahlt, so dass sie nur bei der totalen Sonnenfinsternis sichtbar ist. Ihr Aussehen verändert sich mit der Zu- und Abnahme der Sonnenfleckenaktivität – in Jahren mit geringer Fleckenaktivität sieht sie eher länglich und unregelmäßig aus, bei hoher Aktivität hat sie eine gleichmäßige runde Struktur.